From Software sind nicht nur bekannt für die Tenchu-Reihe, sondern sie sind vor allem auch für Dark Souls bekannt. Es gibt sicherlich nicht viele Spieleserien, in denen wir so bereitwillig tausend Tode sterben und trotzdem weiterspielen. Und nun steht mit Sekiro: Shadows Die Twice das neue Action-Adventure aus dem Hause des japanischen Spieleentwicklers ins Haus. Dabei verschlägt es uns als Sekiro in die Zeit des feudalen Japans und wir erleben ein Abenteuer voller Kämpfe und zahlreicher Schlachten. Im nun folgenden Testbericht der Playstation 4 Fassung wollen wir für euch klären, ob das neue Spiel aus dem Hause From Software uns gerne Tode doppelt sterben lässt oder ob diese Spiel eher ein doppelter Schmerz für die Konsole und für den Geldbeutel ist.

 

Story

Sekiro: Shadows Die Twice ist ein reines Singleplayer Game. Ihr übernehmt in diesem Spiel die Rolle des wertegeleiteten Sekiros und eure Aufgabe ist es, den Erben der Drachendynastie, Kuro zu beschützen. Ihr seid also für sein Leib und Leben verantwortlich. Wie es nicht anders zu erwarten war, kommen jedoch Dinge in Gang, die der Startschuss für euer Abenteuer in der Haut von Sekiro sind. Kuro wird entführt und ihr setzt alles daran, den jungen Erben der Dynastie zu befreien und zurück zu holen. Natürlich ist dieses Unterfangen nicht ganz so leicht und zahlreiche Kämpfe trennen euch von Kuro und seiner Befreiung. Mehr wollen wir auch an dieser Stelle nicht zur Story von Sekiro verraten. In zahlreichen Bereichen erinnert Sekiro an vorherige Spieleserien aus dem Hause From Software wie eben Dark Souls. Bei der Story jedoch, kann Sekiro überzeugen. Das liegt daran, weil die Geschichte hier durchdachter wirkt und einen etwas anderen Ansatzpunkt verfolgt. Denn wo bei anderen Titeln von From Software die Geschichte eher in den Hintergrund gerückt ist, fokussiert sich die Geschichte in Sekiro: Shadows Die Twice auf die Geschichte des schweigsamen und schwertstarrenden Sekiros, die Handlung bekommt hier also ein etwas persöhnlicheres Gesicht. Die Spielewelt von Sekiro, euer Held ist nicht gerade der gesprächigste Freund, wirkt dabei sehr authentisch und in Kombination mit der Rahmenhandlung, wird eine stimmungsvolle Spielewelt erschaffen, die ihr nun bereist. Das gefällt.

Gameplay

Eure Suche nach Kuro bringt bereits zu Spielbeginn einen Verlust mit sich: Den Verlust eures Armes. Bei einer Rettungsaktion verliert ihr euren zweiten Arm und eine Prothese dient auch fortan al Armersatz. Dabei wird dieser Arm nicht nur euer Hilfsmittel, z. B. in Form eines Entehakens, sondern dieser Umstand wirkt sich auf das gesamte Kampfsystem aus. Denn in Sekiro: Shadows Die Twice gibt es keinen Handshake mit euren Gegnern, sondern es geht um pure Waffengewalt und darum, wer der bessere Schwertkämpfer von euch ist. Dabei ist das Kampfsystem hier an Dark Souls angelehnt, ist dennoch aber keine Kopie. Eure Prothese ist nicht nur Ersatz eures Armes, sondern kann mit Sekundärwaffen bestückt werden. So könnt ihr euren neuen Arm z.B. mit einer Axt bestücken und diese dann entsprechend auch einsetzen. Innerhalb eines Kampfes, ist euer Geschick am Pad gefragt. Innerhalb eines Kampfes ist nicht nur Angriff die beste Verteidigung, sondern ihr kommt um blocken und Angriffe ablenken nicht drum herum. So können eure Schwertkämpfe sehr schnell darin enden, dass ihr den Bildschirmtod sterben werdet, wenn ihr nicht den Mix aus angreifen, blocken und Angriffe ablenken auf der Pfanne oder vielmehr auf dem Controller habt. Dabei merkt man hier zwar Parallelen zu Dark Souls innerhalb der Kämpfe, zu anspruchslosen Gefechten verkommen die Kämpfe jedoch nie. Gerade weil ihr euch in den Kämpfen nicht wie die Axt im Walde verhalten könnt, entsteht Spannung in einem Kampf. Wird euer nächster Angriff zum Sieg führen oder wird man selber nachlässig und der Gegner erkennt Lücken in der Verteidigung? Sekiro: Shadows die Twice weiß mit spannenden und abwechselungsreichen Kämpfen zu überzeugen, die stets immer eine Herausforderung für sich sind und euch aber bei erfolgreichen Bestehen mit einem kleinen Erfolgserlebnis belohnen. Gerade dieser Aspekt mach einen großen Reiz innerhalb des Gameplays in der Welt von Sekiro aus. Dabei werdet ihr in der Welt von Sekiro sehr schnell merken, dass die Kämpfe sehr schnell gehen können. Einmal eine Lücke in der gegnerischen Deckung entdeckt, könnt ihr mit einem gezielten Streich bereits den Kampf beenden. Die Kämpfe gehen oftmals sehr schnell und benötigen Taktik von euch. Aber was gibt es sonst noch? Die Spielewelt von Sekiro: Shadows Die Twice ist nicht nur sehr authentisch, sondern gibt euch eben auch verschiedene Wege, die Gegner ausschalten zu können. Denn ihr müsst nicht zwangsläufig kämpfen, um lebendig euer Abenteuer bestreiten zu können. Vielmehr habt ihr hier auch die Möglichkeit, entsprechend aus dem Hinterhalt angreifen und eure Schleichfähigkeiten einsetzen  zu können. So könnt ihr offensiv auf den Gegner zugehen, müsst ihr aber nicht. Das sorgt nicht nur für einen potentiellen Bildschirmtod mehr , nämlich euren eigenen Tod, sondern ist ein proaktives Mittel, bereits Kämpfe im Keim zu ersticken und für euch zu entscheiden. So habt ihr in Sekiro durch eine sehr variantereiche Flexibilität, wie ihr die Kämpfe gegen eure Gegner bestreiten wollt. Die Parralelen zu anderen Titeln aus dem Hause From Software sind natürlich deutlich erkennbar, jedoch grenzt sich Sekiro hier ab. So ist das Charaktersystem vergleichsweise einfach gehalten. Ihr habt nicht zig Werte, die ihr nach und nach aufbessern müsst, um erfolgreich Kämpfe zu gewinnen. Zwar habt ihr auch im Kampf eine Leiste für z.B. eure Körperhaltung, die bei einem Block-Manöver von euch herunter geht, aber ansonsten bessert ihr eure Werte immer nur partiell auf. Gebetsketten, die ihr aufsammelt, erhöhen eure Lebensenergie, eure Angriffskraft könnt ihr ebenfalls nicht durch Skill Points aufwerten. Ein Fähigkeitenbaum ist zwar vorhanden, dennoch setzt dieser mehr auf Fähigkeiten, als eure Kernwerte. So könnt ihr in diesem Baum eure Prothese mit neuen Fähigkeiten verbessern.  In solchen Aspekten zeigen sich Ähnlichkeiten zu Dark Souls, dennoch sind hier aber auch Aspekte vorhanden, die sich ganz klar von etwaigen Titeln sich Sekiro abgrenzen lassen. Und gerade das ist durch angenehm und interessant, denn hier haben From Software gekonnt dafür gesorgt, dass man zu keiner Zeit das Gefühl hat, hier lediglich einen Dark Souls oder Bloodbourne Klon, sondern ein eigenständiges Abenteuer mit eigenen Ideen zu spielen. Und das zeigt sich an vielen Stellen im Lauf der Spielwelt, dass Sekiro bekannte Elemente verwendet, dennoch aber mit einer eigenen Note versieht.

 

Grafik

Die Grafik von Sekiro: Shadows Die Twice überzeugt mit sehr schicken Texturen und schicken Charaktermodellen. Optisch ist Sekiro sehr schick geworden und das zeigt sich nicht nur bei den Charakteren oder Effekten, wie z.B. Flammen, sondern auch bei den weitläufigen und sehr gut desginten Arealen der Fall.

Sound

Beim Sound kann Sekiro ebenfalls mit Qualität überzeugen. Qualitative Synchronsprecher wissen genauso hier zu überzeugen, wie es mit dem Soundtrack und den anderen Soundeffekten im Spiel der Fall ist. Bei der Technik ist Sekiro: Shadows Die Twice in optischer und akustischer Natur sehr gut geworden.

Spielspaß

Sekiro: Shadows Die Twice ist ein gutes Beispiel dafür, wie man bekannte Elemente nehmen und mit einer eigenen Note versehen kann. Mit seiner interessanten und langen Story, katapultiert uns Sekiro in das feudale Japan und wartet hier mit einer authentischen Spielewelt auf uns. Das Gameplay und das Kampfsystem sind Dark Souls ähnlich, hier merkt man das gleiche Entwicklerstudio, ohne jedoch dabei wie eine Kopie oder wie ein billiger Abklatsch zu wirken. Die Kämpfe geben euch genug Freiraum und bieten aber Anspruch und Abwechselung und genau das alles in Kombination macht den Reiz von Sekiro: Shadows Die Twice aus und die Technik ist hier das Tüpfelchen auf dem i.  Das erzeugt Dauermotivation und Spielspaß.

 

Unsere Wertung

Fazit: Das neue Werk aus dem Hause From Software zeigt sehr gut, wie man bekannte Elemente aus anderen Spielen nehmen und gleichzeitig authentisch und individuell sein kann. Die Kämpfe in Sekiro gehen schnell von der Hand und benötigen Taktik am Gamepad. Mit einer sehr stimmigen Technik und einer spannenden Story, werdet ihr mit Sekiro: Shadows die Twice eine von Kämpfen und Abwechselung geprägte Spielzeit im feudalen Japan haben. Eine klare Kaufempfehlung.

Story: 8 von 10 erreichbaren Punkten.

Gameplay: 8 von 10 erreichbaren Punkten.

Grafik: 9 von 10 erreichbaren Punkten.

Sound: 8 von 10 erreichbaren Punkten.

Spielspaß: 9 von 10 erreichbaren Punkten. *

*Dieser Bewertungspunkt ist rein subjektiv und fließt nicht mit in die Gesamtwertung ein.

Die Gesamtwertung errechnen wir, durch Addition der einzelnen Teilpunkte und teilen die Zahl dann durch 4, da wir in Vier verschiedenen Bereichen testen und Punkte demnach verteilen.

Anmerkung:  From Software ist auch für die Dark Souls-Reihe verantwortlich.

9-von-10-kopie

Kurzinfos

Name:  Sekiro: Shadows Die Twice

Systeme: PS4,  PC, Xbox One

Releasedatum: 22.03.2019

Preis bei Release: 49,99 €

Entwickler: From Software

Publisher: Activision

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.