For Honor – Test von Ubisofts neuem Schwertkampf-Spiel mit Taktik für die Xbox One

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Die Vikinger, die Ritter und die Samurai. Auch wenn es zweifelsohne weitaus mehr Kriegergruppen gibt, als die eben genannten Beispiele, zumindest in Ubisofts neuen Spiel For Honor tretet ihr als Krieger einer dieser Gruppen gegeneinander an. Gerade in Sachen Kampfsystem geht dieses Spiel einen anderen Weg als vergleichbare Titel. Im nachfolgenden Testbericht stellen wir euch For Honor für die Xbox One vor und verraten, ob dieses Spiel Entwickler und Publisher Ehre erweist oder ob das Spiel nicht der Rede wert ist.

Story

Eine Sache vorweg, Solo-Spieler werden in For Honor nicht wirklich auf ihre Kosten kommen. Ein Tutorial zum Spieleingang und zahlreiche Abschnitte, die sich jedoch sehr ähneln, wirken mehr wie ein Übungsmodus, als eine Kampagne. Durch ansehnliche Cutscenes sind die Abschnitte zwar miteinander verbunden, richtiges Story-Feeling will hier jedoch nicht aufkommen. Wenn man rein als Solo-Spieler For Honor spielen will, wird man leider nicht das komplette Potential dieses Titels erfassen können. Im Mehrspieler-Modus dann kann For Honor sein komplettes Potential entfalten. Im nächsten Abschnitt gehen wir hier auf die unterschiedlichen Gameplay-Einlagen ein. Checkpoints einnehmen oder Deathmatch sind Modi, die ihr wahlweise im Versus spielen könnt. Einerseits könnt ihr gegen Bots online spielen, die dann bei Bedarf gegen menschliche Spieler ausgetauscht werden. Von den Modi her und vorallem die Konstellationen, wie ihr diese angehen könnt, ist genug Spielspaß vorhanden. 1vs.1 oder aber Schlachten mit eurem Team geben euch genug Möglichkeiten, eine Menge abwechselungsreicher Schlachten erleben zu können.

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Gameplay

Das Tutorial zeigt euch die einzelnen Dinge, die es bei For Honor zu beachten gibt. Und wie oben bereits erwähnt, geht Ubisofts neuer Titel in Sachen Gameplay neue Wege. Drei Krieger stehen euch mit jeweils drei Klassen zur Auswahl. Ob es der Hybrid oder eher grobschlächtige Krieger ist, ihr entscheidet. Nicht nur dass ihr entscheiden könnt, als welche Gruppierung ihr kämpfen könnt, auch die einzelne Klasse mitsamt Vor-und Nachteilen lassen sich so nach Wünschen einstellen. Ob ihr eher mit dem Katana als Krieger in den Krieg zieht oder mit der Axt auf eure Gegner losgeht, ihr entscheidet. Wie man es villeicht schon vermuten mag, natürlich hat eine sperrige Klasse im Kampf andere Vorteile, als eine wendigere Klasse. Und so kommt bereits sehr schnell eine Taktik ins Spiel, da ihr euch vorallem Gedanken machen müsst, wie ihr welche Klasse wie verwenden müsst. Eine schnellere Klasse hält dabei in der Regel weniger aus, als bei einer schwereren Klasse der Fall ist. Nicht nur, dass jede Klasse sich anders spielt von der Geschwindigkeit her, auch die einzelnen Fähigkeiten, mit denen ihr eure Kämpfer ausürsten könnt, sind verschieden und erfordern Einarbeitung. Euer Charakter besitzt einen Rang und mit zunehmender Anzahl an abgeschlossenen Aufträgen steigt ihr im Rang, Belohnungen in Form von Waffen und Rüstungsteilen sind die Folge. So kommen hier Jäger und Sammler voll auf ihre Kosten. Ihr würdet logischerweise diese zahlreichen Teile nicht bekommen, wenn ihr nicht eure Rüstung und Waffen selber festlegen könnt. Ob Schwert, Kopfbedeckung oder Panzer, ihr könnt mit eurer Rüstung festlegen, wie ihr gerne kämpfen wollt. Natürlich solltet ihr auch hier etwaige Statuswerte im Auge behalten. Der eigentliche Kampf beginnt zwar auf dem Schlachtfeld, eine gewisse Taktik findet aber bereits schon bei der Wahl eures Charakters und eurer Ausrüstung statt. Der Philosoph und Militärstratege Sun Tsu hat in seinem „Die Kunst des Krieges“  mit dem Satz „Nur wer sich und seinen Gegner kennt, brauch den Ausang von 100 Schlachten nicht zu fürchten“ einen der treffestenden Sätze der zum Spielprinzip von For Honor passt, formuliert. Ihr kämpft nicht durch dröges Butten-Mashe sondern ihr greift an und blockt. Aber gerade dieses System verlangt euch etwas mehr ab, als man villeicht aufs erste Zuhören denken mag. Ihr könnt mit eurer Waffen aus mehreren Winkeln angreifen, mittels des Analaog-Sticks wird die Position eurer Waffe entsprechend ausgewählt und der Angriff entsprechend ausgeführt. Natürlich müsst ihr auch auf eure Deckung achten und hier müsst ihr eure Kampfhaltung auch entsprechend der Haltung des Gegners anpassen. Hat der Gegner seine Waffe oben müsst ihr zum Blocken ebenfalls eure Waffen nach oben ausrichten. Das bedeutet For Honor verkommt nicht zu einer hirnlosen Kämpferei, sondern erfordert Taktik von euch und gerade diese Tatsache macht sehr viel Spaß. Dadurch spielt sich kein Kampf wie der vorherige, eben weil hier nicht einfach Tasten drücken der Schlüssel zum Erfolg ist. Eure ausgewählten Fähigkeiten lassen sich ebenfalls im Schlachtgetümmel benutzen. Gerade bei größeren Schlachten, wenn ihr mit eurem Team oder alleine Checkpoints einnehmen müsst, sind Fähigkeiten manchmal goldwert. Ob es ein Flächenangriff oder verschiedene Statuseffekte sind, wählt eure Fähigkeiten am besten mit Bedacht.

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Grafik

Die Grafik kann mit soliden Effekten und Charaktermodellen überzeugen. Das Spiel läuft auch soweit ruckelfrei ab.

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Sound

Ähnlich mit solider Qualität, kann die Audioseite überzeugen. Die Synchronsprecher und die Effekte im Kampf wissen soweit ebenfalls zu überzeugen.

 

Spielspaß

Auch wenn der Story-Modus wie ein Übungsmodus wirkt, die guten Zwischensequenzen sind hierbei sicherlich mit am ansehnlichsten. Volles Potential entfaltet For Honor im Mehrspieler-Modus. Zahlreiche Modus-Konstellationen geben genug Möglichkeiten zu digitalen Schlachten, die zahlreiche Charaktere und die Möglichkeit, eure Charaktere entsprechend ausrüsten zu können bringen Dauermotivation ins Spiel. Natürlich sticht das Gameplay hier am meisten heraus, gerade der Aufbau des Gameplay mit den verschiedenen Angriffen, bei denen ihr mit der Kampfhaltung eures Gegners rechnen müsst, bringen Taktik ins Spiel.

Unsere Wertung

Fazit: Für Solo-Spieler kommt For Honor nur bedingt in Frage. Dafür bietet dieses innovative Spiel leider zu wenig Mögklichkeiten, im Solo-Player auf Dauer glücklich zu werden. Das volle Potential schöpft dieses Spiel dann im Mehrspieler aus und gerade das innovative Spielprinzip hat man in dieser Form schon lange nicht mehr gesehen. Uns hat For Honor überzeugen können und wir hoffen, dass dieses Spiel dies auch bei euch schafft.

Story: 7 von 10 erreichbaren Punkten.

Gameplay: 8 von 10 erreichbaren Punkten.

Grafik: 7 von 10 erreichbaren Punkten.

Sound: 7 von 10 erreichbaren Punkten.

Spielspaß: 8 von 10 erreichbaren Punkten. *

*Dieser Bewertungspunkt ist rein subjektiv und fließt nicht mit in die Gesamtwertung ein.

Die Gesamtwertung errechnen wir, durch Addition der einzelnen Teilpunkte und teilen die Zahl dann durch 4, da wir in Vier verschiedenen Bereichen testen und Punkte demnach verteilen.

Anmerkung: Im Rythmus von drei Monaten sollen neue Karten und Charaktere geliefert werden.

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Kurzinfos

Name: For Honor

Systeme: Xbox One, PC, PS4

Releasedatum: 14.02.2017

Preis bei Release: 59,99 €

Entwickler: Ubisoft

Publisher: Ubisoft

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